Lebensgrundlage 

für die Zukunft

Urnenabstimmung am 13.06.

Ein NEIN macht den Weg frei für eine bessere Lösung.

  • Auf dem Barell-Gut ist eine Überbauung geplant. Sie hält nicht was sie verspricht.

  • Die Bevölkerung wurde nicht ausreichend in den Prozess einbezogen.

  • Wenn der Souverän die UeO Barell-Gut ablehnt, kann und muss neu geplant werden.
     

Die geplante Überbauung ist überdimensioniert und ein formaler Fremdkörper. Sie hält nicht was sie verspricht und zielt an den heutigen Bedürfnissen vorbei. Wir lehnen die neue UeO ab um eine Partizipation durch die Bevölkerung zu erlangen und gemeinsam bessere Lösungen zu finden.

Wer ist das Dorf?
Wir wollen der Gemeinde etwas zurückgeben

  • Die Gemeinde hatte das Vorkaufsrecht für das Barell-Gut.

  • Die Verkäuferschaft wollte mit dem Verkauf des Landes der Gemeinde etwas zurückgeben.

  • Der Gemeinderat hat auf einen Landkauf verzichtet und den Souverän nicht einbezogen.

Der Landverkauf kam auf Initiative der Gemeinde zustande. Die Verkäuferschaft verzichtete auf einen gewinnorientierten Verkauf um der Gemeinde etwas zurückzugeben. "We want to give something back to the community" ist Bestandteil des Vertrages. Auf dieser Basis sollte etwas entstehen, das der Gemeinde dient. Eine Projektgruppe und der damals amtierende Gemeinderat entschied auf einen Landkauf zu verzichten. Der Souverän wurde weder in diesen Prozess noch in diese Entscheidung miteinbezogen.

Mitreden, mitwirken, mitgestalten

Dafür braucht es ein NEIN zur UeO Barell-Gut

 

  • Die Vorschriften der UeO haben zum Ziel, die Raumentwicklung im Gebiet Barell-Gut zu definieren.

  • Mit der UeO wird die Raumplanung und Dorfentwicklung massgebend gesteuert.

  • Der Souverän soll besser in weitreichende Veränderungen einbezogen werden.

Eine Ueberbauungsordung hat zum Ziel, Raumentwicklung nachhaltig und sinnvoll zu steuern und Willkür in der Baupolitik zu verhindern. In einschneidende Veränderungen, die das Dorf betreffen, sollte der Souverän partizipativ einbezogen werden. Mit der Abstimmung zu einer UeO kommt dieser Einbezug etwas spät. Der Misserfolg einer UeO ist das Resultat einer einseitigen Planung. In diesem Sinne ist ein NEIN zur neuen UeO auch ein NEIN zum bisherigen Vorgehen.

 

Eine Ueberbauungsordnung ist eine Chance, die wir wahrnehmen wollen. Ein NEIN ist vor allem ein ja für etwas Besseres. Wir möchten die Gemeinde motivieren, sowohl inhaltlich als auch formal, die Richtung in eine nachhaltigere Zukunft einzuschlagen und Vorbild für andere Gemeinden zu werden.

Grün, nachhaltig, lebendig

Handlungsoptionen für die Zukunft

 

Wir setzen uns dafür ein, dass auf dem Barell-Gut etwas Besseres entsteht - etwas für die Gemeinde/das Gemeinwohl entsteht. Im Sinne der Barell-Erben und ihres Wunsches: "we want to give something back to the community". Neue Lösungen sollen gemeinsam erarbeitet werden. Die Bevölkerung soll sich partizipativ einbringen dürfen.

Das Dorf ist mehr als wohnen. Es lebt von seiner Kultur und von unterschiedlichsten Menschen die dem gemeinsamen Lebensraum Sorge tragen. Als Verein setzen wir uns für Nachhaltigkeit im ökologischen, sozialen und lokal-wirtschaftlichen Sinne ein. Die folgenden Ideen sind Inspirationen dafür, was anstelle der geplanten Überbauung entstehen könnte. Alle Handlungsoptionen sind nachhaltiger als die geplante Überbauung:

Reserve für die nächste Generation

In Oberhofen stehen überdurchschnittlich viele Wohnungen leer. Es stellt sich die Frage ob überhaupt gebaut werden muss oder ob wir als Gemeinde das Land kaufen und als Reserve für kommende Generationen erhalten können. Das Barell-Gut kann zwischenzeitlich landwirtschaftlich genutzt werden oder aufgewertet werden.

 

Diese Option ist aus heutiger Sicht nicht finaziell gewinnbringend - sie ist langfristig wertvoll und ein Geschenk an unsere Kinder und Enkel.

Umzonen für mehr Biodiversität

Aus der Perspektive der Nachhaltigkeit steht eine Umzonung im Vordergrund. Die bestehende Wiese ist landwirtschaftlich genutztes Weideland mit einer geringen Artenvielfalt. Mit einem Projekt zur Förderung der Biodiversität kann hier ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Natürliche Kreisläufe können geschlossen werden und einen wichtigen Beitrag zur Regeneration der Natur leisten. Eine Erholungsnutzung mit Kinderspielplatz, Aufenthaltsmöglichkeiten (Schulen, Familien, Senioren...) Lehrpfad usw. wäre ebenfalls denkbar. Das Barell-Gut kann zu einem lebendigen Lernort und einem natürlichen Lebensraum umgestaltet werden.

Alle diese Funktionen können ohne Um- oder Auszonung erreicht werden, falls der Grundeigentümer sich z.B. gegenüber der Gemeinde schriftlich verpflichten würde. Allerdings bedeutet das selbstverständlich eine finanzielle Einbusse - ein grosser Beitrag an die Natur und die nächste Generation.

Wohnraum und Lebensraum für alle

Steht "das Dorf" und bezahlbarer Wohnraum im Zentrum der Planung, kann hier ein Lebensraum für alle entstehen. Wenig neuen Wohnraum, insbesondere für Familien oder Mehrgenerationen (z.B. durch eine Wohnbaugenossenschaft). Der grösste Teil des Barell-Gut kann grün und öffentlich zugänglich bleiben. Die Qualität liegt hier in der Vernetzung, in der Interaktion von Mensch und Natur, im fliessenden Übergang von "Wohnen" zum "natürlichen Raum" und in der aktiven Dorfkultur.

Die Förderung der Biodiversität, Schulung und Sensibilisierung durch öffentlichen Erlebnisraum, Nutzung für Anbau von biologischem Obst und Gemüse zum lokalen Gebrauch, Verkaufsstelle für lokale Produkte, kleines Bistrot, Raum zur öffentlichen Nutzung, Kita, öffentlicher Platz, Einbindung sozialer Institutionen sind Möglichkeiten, die sich aus dieser Idee weiterentwickeln lassen.

Diese Handlungsoption bietet in sich viele Möglichkeiten. Eine Aufteilung des Landes in verschiedene Zonen und Themenbereiche bietet sich an und sollte in der Planung einbezogen werden. Unterschiedliche Stakeholder (Verkäuferschaft, Gemeinde, Bevölkerung, Wohnbaugenossenschaft, Stiftungen, Institutionen...) könnten sich am Gesamtprojekt beteiligen und es gemeinsam tragen.

Diese Handlungsoption ist – im Falle einer Ablehnung - sicher die realistischste Alternative zur vorgelegten UeO. Sie ist ein Modell für gelebte Nachhaltigkeit im Siedlungsraum und könnte Vorbild für andere Gemeinden werden.

Nachhaltig bauen, wo Bedarf besteht

Wenn bauen, dann ökologisch-nachhaltig. Mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 hat sich die Schweiz verpflichtet die Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Das gilt auch auf Gemeindeebene. Es gibt viele Möglichkeiten ökologisch-nachhaltig zu bauen (minimaler Energieverbrauch, Baubiologie, Mobilität ohne Privatautos...).

 

Auf der Grundlage der bestehenden UeO könnte auch ein Bauprojekt eingereicht werden, welches die zwischenzeitlich in Kraft getretenen Umweltvorschriften berücksichtigen müsste. Neu wäre aber zu fordern, dass die Räume zwischen den Gebäuden in erster Linie der gemeinsamen Nutzung durch die Bewohnerschaft geöffnet werden. Aus sozialen wie ökologischen Gründen müsste dabei unbedingt auf das berüchtigte „Abstandsgrün“ verzichtet werden, welches die Wohnblöcke seit den 1950 Jahren dominiert.

 

In bewusst gestalteten Grünzonen entstehen unterschiedlichste Aussenräume, die ökologisch-nachhaltig gestaltet und privat oder öffentlich genutzt werden können.

Als erstes stellt sich jedoch immer die Frage nach der Notwendigkeit des Bauens. In Oberhofen, wo an schönster Lage weit mehr Wohnungen leer stehen als im Schweizer Durchschnitt, lohnt es sich die Sinnfrage zu stellen. Oberhofen hat rund 2500 Einwohner*innen und 97 Leerwohnungen (Stand 1. Juni 2020). Das ist eine Leerwohnungsziffer von 6%, der Schweizer Durchschnitt liegt bei 1,7%.
Quelle Leerwohnungsziffer: Bundesamt für Statistik

Die Initiative

Oberhofner*innen engagieren sich für die Zukunft

 

Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir eine nachhaltige Zukunft gemeinsam gestalten können und müssen. Jemand entscheidet immer. Man muss sich die Frage stellen, wer entscheidet mit welcher Absicht. Wenn Menschen bewusst wird, was auf dem Spiel steht und dass sie Entwicklungen zum positiven verändern können, folgt die Bereitschaft zum Handeln.

Wir können neue Wege gehen und uns als Dorf in Richtung nachhaltige Entwicklung bewegen. Mit unserem Engagement als Verein suchen wir das Gespräch mit der Gemeinde, der Bevölkerung und Investoren, um gemeinsam neue zukunftsweisende Umsetzungsmöglichkeiten entlang der Agenda 2030 zu entwickeln und zu realisieren.

Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030: https://www.eda.admin.ch/agenda2030/de/home.html

Das Dorf als soziales Gefüge kann die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung zeitnah umsetzen und gleichzeitig Vorbild für andere Gemeinden werden. Wir diskutieren Nachhaltigkeitsthemen konkret an der geplanten Überbauung «Barell-Gut», weil diese Entscheidung das Dorf prägen wird.

Oberhofner*innen helfen tatkräftig mit, um das Barell-Gut möglichst grün zu erhalten und hier eine Oase zu erschaffen. Neben Gesprächen, Recherchearbeiten, Information der Bevölkerung haben wir mit einem öffentlichen Info-Anlass das Gespräch eröffnet.

Zukunftsmusik?

Der Informations-Anlass vom 8. September 2020

war ein grosser Erfolg!

 

Wir haben einen Informations-Anlass organisiert, zu welchem wir die Bevölkerung, die Grundeigentümer (i.V. Thomas Frutiger), den Gemeinderat und Parteien eingeladen haben, um die Diskussion rund um Zukunftsthemen und das Barell-Gut zu eröffnen. 

 

Wir sind sprichwörtlich überrannt worden. Das Klösterli war (mit Abstand) bis auf den letzten Platz besetzt mit interessierten Gästen. Die Diskussion rund um das grüne Barell-Gut ist eröffnet!

Die Jungfrau Zeitung hat Impressionen eingefangen und berichtet über den Anlass: https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/184581/

Die Präsentation als Dokumentation aufbereitet:

https://www.ateliertoscano.ch/barell-gut-oberhofen

Neue UeO Barell-Gut. NEIN.

 

Der nächste Schritt ist die Ablehung der neuen Ueberbauungsordnung. Nur ein NEIN eröffnet eine neue Verhandlungsbasis. Verpassen Sie den Abstimmungstermin vom 13.06.2021 nicht! Tragen Sie sich in den Newsletter ein. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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